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Achim Rössler
- Biografisches
- Kunden
- Bücher und so ...
- Pressestimmen
- Interview
Biografisches
- 1961 in Saarbrücken geboren
- Goldschmiedin
- Dipl.-Grafik-Designer (Hochschule der Künste Berlin)
- 4 Jahre Werbeagenturerfahrung (Art-Director + Atelierleitung)
- Seit April 1993 freiberuflich für Werbeagenturen und Verlage
- 1998 die ersten Kinder-Bilderbücher (Text + Bild im Baumhaus Verlag)
- 2002+03 Lehrauftrag an der Designakademie Berlin
- 2003-05 Lehrauftrag am Fachbereich Gestaltung der FHTW Berlin
- Faible für Flugzeuge
- 1979 Auszeichnung durch die rheinland-pfälzische
Kultusministerin
- 1995 Preisträgerin im European Design Wettbewerb
- 1997+98 Teilnahme an der Kinderbuchillustratorenschau in Bologna
- Ausstellungen in Saarbrücken, Trier, Berlin und Hamburg
Kunden
Nonbook:
Bahlsen, EXPO 2000, Gruner+Jahr
(Brigitte, Mein Kind und ich), Haba (Habermaaß Spiele), Kosmos (Spiele), Läufer,
Märkischer Zeitungsverlag, Miele, PapierUnion, Ravensburger Spiele, Rossmann
Drogerie, Stiftung Warentest, The Stock Illustration Source
Buchverlage:
Arena, ArsEdition, Baumhaus Verlag, Carlsen, cbj Random House, Diesterweg, Duden-Paetec, Ensslin,
Gerstenberg Buchverlag, Houghton Mifflin USA, Kerle Verlag, Klett, Kosmos, Ladybird
GB, Langenscheidt, Loewe, Ravensburger Buchverlag, Schroedel, Westermann
Bücher und so ...
Illustration/Design (Auswahl)
The gingerbread man + Little red riding hood; Ladybird GB 1999
All to build a snowman; Houghton Mifflin USA 2001
Ein Herz für Vampire; Baumhaus Verlag 2003
Hundegeschichten; in der Reihe Leserabe, Ravensburger Buchverlag 2004
Potzblitz, Piraten!; in der
Reihe Leserabe, Ravensburger Buchverlag 2005
Dinosauriergeschichten; in der Reihe Leserabe, Ravensburger Buchverlag 2005
Wolles tolles Frühstück; Pixibuch bei Carlsen 2005
Dein Engel hat dich gern; Kerle 2005
Die Kinder aus der Schneemannstraße; Kreuz Verlag 2005
Ri-Ra-Rasselreime - Du und ich; Loewe 2005
Ri-Ra-Rasselreime - Lämmchen, Maus und Hase; Loewe 2005
Buchreihe: Geheimnisvolle Zauberreisen; Arena seit 2006
Schulbücher für Diesterweg,
Duden-Paetec, Klett, Langenscheidt, Schroedel und Westermann
Spiele für Haba, Kosmos, Rahmenpuzzles für Ravensburger Spiele
Servietten, Porzellan und Textildesign für DesignHouse (D), Town & Country Living (NJ, USA), Import Specialists (VA, USA), Sintex Nylon & Cotton Products (Pte) Ltd. (Singapore), STEWO (Schweiz), Franklin Plastic Products (Indiana, USA) und andere
Text/Konzept/Illustration
Lena und Paul (in über zehn
Sprachen/ wurde für das Fernsehen verfilmt*),
Lena, Susie und Paul;
Paul ist weg!;
Paul in Not;
Paul hat Geburtstag;
Was ist los mit Lena?;
Prinzessin Lena/Ist das deins, Lena? (Doppelband);,
Lena und Paul -Ist das noch dein Freund?;
Lena
und Paul backen Lebkuchen;
Paul fliegt;
alle im Baumhaus Verlag 1998-2008
Blau ist toll!, Rot ist toll!, Gelb ist toll!, Grün ist toll!, Baumhaus
Verlag 1998
Wenn du da bist, dann riecht es
nach Vanille;
Ich mag dich stachlig, wie du bist;
Ein Hauch von dir ist noch hier;
Danke!;
alle im Gerstenberg Verlag
2003
Viele kleine Weihnachtsgeschichten;
Loewe
2005
*Die Zeichentrickfilme mit Lena und Paul werden im Sandmännchen im MDR, RBB, KIKA und NDR bald wiederholt
Pressestimmen
Lena und Paul Bücher
... erregt mit ihrem Kinderbuch-Erstling
Aufsehen.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, Kirsten Allee
Der Spielzeugbär hat inzwischen
manche Kinderherzen erobert und ist weit herumgekommen.
Rundblick, Treeske Hönemann
-Dieses Buch hat ausgesprochen positive Kritiken bekommen-, meint Petra Wulf, ... Umschau
Eine kleine Lektion für die
Kleinen im Umgang mit anderen.
Main-Echo, Christiane Franke
Lena und Paul ist ein Bilderbuch,
das Kindern und Erwachsenen viele Anstöße liefert. ... die gelungene
Mimik der beiden macht Worte fast schon überflüssig.
Eselsohr, Daniela Bickler
Paul bricht eine Lanze für
alle Teddybären der Welt, ...
NRZ, Jutta Krumbiegel
Erzählt wird die Geschichte
von Lena und Paul in wunderbaren Illustrationen ...
Kinderzeit
Der Teddybär, der hatte was,
das war sofort klar.
Saarbrücker Zeitung
An diesen Bildern kann man sich
süchtig sehen!
Fränkische Nachrichten
Frisch, frech und fröhlich
wie immer erzählt Anja Rieger, ...
Die Krankenhaus-Zeitung
Lena ist für viele Kindergartenkinder
so etwas wie eine kleine Kultfigur.
SWR Fernsehen, Buchtipp in Kaffee oder Tee
Ostermann und Weihnachtshase
Schließlich kommen sie dabei auf eine Idee, die ihnen und den Lesern viel Spaß macht! Kinderzeit
Ein wunderschönes Kinderbuch
...
OWL am Sonntag
Eine wunderbar freche und originelle
Geschichte von Susanne Heisterhagen mit herrlich bunten Bildern von Anja Rieger.
Centaur
Der beste Weihnachtsmann von allen
Ein wunderschönes Buch, so
herrlich illustriert, dass allein das Blättern darin riesige Freude macht.
Franken Fernsehen
Die Bilder in diesem Buch sind
ansprechend und groß gezeichnet. Die Kinder fanden es sehr witzig und
konnten darüber sehr lachen.
Jeronimo Net: Das Kindergarten-Netzwerk, Kinderkiste Liederbach
Susanne Heisterhagen und Anja Rieger
haben eine tolle Idee sehr amüsant umgesetzt.
Nordsee-Zeitung
Wenn du da bist, dann riecht es nach Vanille
Ein kleines Büchlein, das
mit niedlichen Zeichnungen illustriert ist ...
Hannover Kids
Wie sagt man sich eigentlich, dass
man sich lieb hat? Das Eichhörnchen hat da viele gute Ideen.
Woman
Ich mag dich, stachlig wie du bist
Die wichtige Botschaft ist in diesem
Gewand schon für Kleinste verständlich. -Breit empfohlen.
ekz-Informationsdienst, Almuth Hochmüller
Interview
Wie sind Sie Illustratorin geworden?
Ich habe immer gerne gemalt
und gebastelt. Dass es dazu einen passenden Beruf gibt, habe ich allerdings
erst sehr spät erfahren.
Nach der Schule habe ich als Schwesternhelferin Sitzwachen auf der Intensivstation im Krankenhaus gehalten, habe eine Ausbildung zur Goldschmiedin gemacht, mich an verschiedenen Hochschulen für Freie Malerei beworben und bin abgelehnt worden.
Da habe ich mich für Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin beworben -ohne genau zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Bei der dreitägigen Aufnahmeprüfung wurde mir klar, dass ich genau DAS machen möchte. Zweckgebundene Kunst sozusagen.
Nach dem Diplom habe ich einige Jahre als Grafikerin in verschiedenen Werbeagenturen gearbeitet, mich dann selbständig gemacht. Der Grafikanteil wurde immer kleiner, die Illustrationen mehr. Bei einigen Büchern habe ich dann auch die Geschichte entwickelt und den Text geschrieben.
Was wären Sie, wenn nicht
Illustratorin?
Medizinisches finde ich sehr interessant, zeichnen passt aber besser zu mir.
Als ich während meines Studiums mit der Segelfliegerei begann und später den Motorflugschein machte, stellte sich die Frage, ob ich nicht beruflich fliegen möchte. Nein. Berufspiloten müssen sich im Alltag mit viel Bürokratie, Papierkram und Routine auseinandersetzen (und zu nachtschlafender Zeit aufstehen!). Das ist nichts für mich. Und zur Fluglehrerausbildung hatte ich noch weniger Ambitionen. Die Vorstellung, dass der Flugschüler mir mit jeder Landung nach dem Leben trachtet -irgendwann muss man ihn ja alleine landen lassen -ist wenig verlockend. Ich möchte aus Spaß fliegen. So entscheide ich, ob und wohin ich fliegen möchte. Und bei welchem Wetter!
Die Antwort also: wei§ nicht. Ich glaube, ich kann und möchte nichts anderes als zeichnen.
Wie kamen Sie zu der Figur von
Lena und ihrem Teddy Paul?
Pauls Geburtstag lag viele Jahre vor dem ersten Buch: Zu einer Zeit, als ich
in einer Werbeagentur die Aufgabe hatte, für eine Krankenkasse einen
Mutter-Kind Kalender zu entwickeln. In diesem Zusammenhang zeichnete ich einen
Teddybären, der fotografierte. Das Merkwürdige war: da saß
plötzlich dieser Bär, als wäre er von selber gekommen und nicht
als ob ich ihn gezeichnet hätte. Er saß da und sah so komisch aus,
dass ich lachen musste.
Ein Portrait aus dieser Bärenserie habe ich dann in meinem Logo verwendet, als ich mich kurze Zeit später selbständig machte. Ich fand es zwar etwas komisch, so eine Kinderfigur zu verwenden, zu einer Zeit, als ich noch Grafik-Design anbot und nichts für Kinder machte. Andererseits zeigte dieser verdutzte Bär so viel Emotion auf so kleinem Raum, dass ich ihn als einen Teil von mir geshen habe.
Wie ist das erste Buch Lena und Paul daraus geworden? Irgendwann fiel mir ein Katalog der jährlichen Bologna Illustratorenschau in die Hände. Ich war begeistert von der Stilbandbreite, die mir so vorher nie begegnet ist. Im Katalog lag eine Postkarte, mit der man Bewerbungsunterlagen anfordern konnte. Wenn man da was hinschickt, dann kommt man mit fünf Arbeiten und seiner Anschrift in den Katalog. Und das sollte nichts kosten! Da wollte ich natürlich mitmachen. Da würden Werbeagenturen meinen Illustrationsstil sehen und mir Aufträge geben. Dachte ich.
Der Einsendetermin nahte, mein Schreibtisch war voll mit Werbeaufträgen, also blieb gerade noch ein Wochenende mir etwas für Bologna auszudenken. Ich malte in fünf Bildern die Geschichte von Lena und Paul (damals noch Teddy und Trine): Kind quält Teddy. Teddy quält Kind. Dadurch merkt das Kind erst was es dem Teddy angetan hat. Ich habe das nie für ein Kinderbuchthema gehalten. Viel zu grausam!
Das habe ich eingeschickt. Wochen später kommt ein Brief mit dem Inhalt (sinngemäß): Herzlichen Glückwunsch, Sie gehören zu den 98 Illustratoren, die unter den 1500 Einsendern für den Katalog ausgewählt wurden. 1 5 0 0 ??? Hätte ich das vorher gewusst, ich hŠtte es niemals gewagt, meine Sachen dort einzusenden.
Im April rief dann Bodo Horn-Rumold, der Verleger vom Baumhaus Verlag von der Buchmesse in Bologna aus bei mir an. Er habe die Bilder im Katalog gesehen und hätte gerne eine Option. Ob es denn eine Geschichte dazu gebe. Äh nein, aber kann ich machen. Hilfe! In der Werbung hatte ich immer einen Texter für so was. Erklärt sich die Geschichte nicht auch ohne Text? Nein, ein Text wär schon gut. Also habe ich einen Text geschrieben, die restlichen Bilder dazu gemalt und bin damit einen Monat später nach Frankfurt gefahren. Dem Verlag gefiels, nur die Namen der Figuren mussten noch geändert werden. War mir recht. Das war der Beginn der Lena und Paul Buchserie.
Welche Technik verwenden Sie?
Farben und ihre Wechselwirkungen
untereinander sind ein sehr zentrales Thema in meinem Leben. Farbharmonien,
Farbdissonanzen, leuchtende Farben, als das bringt etwas in mir zum klingen
und lässt mich nicht los. Je länger ich mich mit Farben beschäftige,
desto fasziniernder wird es.
Vor Lena und Paul hatte ich schon etliche Jahre in der Werbung gearbeitet. Scribble, Layout, Storyboard, Markertechnik immer nur positiv und harmonisch - da fehlte mir ein Ausgleich.
Die ersten Entwürfe waren meist lebendiger, als das Reinlayout -die fertige Drucksache lässt die verzauberte und lebendige Welt der Andeutungen weit hinter sich zurück. Bei den Lena und Paul Bilder habe ich mich dann ausgetobt: Die spröde Kontur behält ihre Lebendigkeit durch ihre Unperfektheit, die knalligen (Gouache-)Farben lassen noch den Pinselduktus erkennen, das rauhe Papier verstärkt die Struktur, die gesprenkelten Kleckse lassen sich nicht hundertprozentig planen und unterstützen damit ein Maß an Zufälligkeiten. Au§erdem können die Pünktchen so schön vor den Augen hüpfen und flimmern, wenn man den richtigen Kontrastton trifft, dass es mir immer wieder (ganz eigennützig) Freude macht.
Bei dem Bildaufbau habe ich mich an Kameraperspektiven orientiert. Der starke Anschnitt von Figuren und Gegenständen ist mir noch aus der Werbung sehr vertraut (nah dran sein). Verzerrte Perspektiven, krumme Linien und ungewšhnliche Gewichtungen bei der Bildaufteilung unterstützen die Geschichte in ihrer Spannung und im Tempo. Ich möchte mich malerisch großzügig über das Bild bewegen können und habe wenig Geduld für fisselige kleinteilige -Schlachtengemälde- auch Wimmelbilder genannt.
Komisch, mir ist heute ein Rätsel, wie ich mit dieser Ungeduld den Beruf der Goldschmiedin habe erlernen können. Für detailliertere Bilder arbeite ich mit Buntstift, Wasserfarbe, Fotokopie, Wachskreide. Ich mache auch Illustrationen am Computer. Das ist aber noch die Ausnahme.
Welche sind Ihre Lieblingsbilderbücher?
Baby Dronte von
Peter Schössow, Warten auf Seemann von Ingrid Godon (Illu), die
Bücher von Wolf Erlbruch und einige mehr.
Als Kind mochte ich am liebsten Ferdinand der Stier. Karius und Baktus fand ich auch gut. Vorallem die Tragik hat mich fasziniert: Da sieht man diese netten Kobolde Karius und Baktus, wie sie sich mühevoll Häuser in den Zähnen bauen. Dann kommt der riesige Bohrer und zerstört ihr Heim. Am Ende sieht man sie im dunklen Abflussrohr fallen. Wohin? Das fand ich sehr grausam.
Dann gabs da noch ein Bild in einem Pixi-Buch -glaube ich. Ein Mädchen steht am Strand und zieht einen Stöpsel aus dem Sand. Das ganze Meerwasser läuft ab, und sie steht im trockenen Sand. Diese Vorstellung hat mich zutiefst verunsichert.
Die kleine Meerjungfrau war mir auch sehr nah. Dieses Wesen, dass für seine Liebe einen so hohen Preis zahlt, und am Ende doch verliert - alles wegen seiner Sprachlosigkeit.
Welche Themen interessieren
Sie besonders?
Zwischenmenschliche
Konflikte und negative Gefühle wie Eifersucht, Verlustangst, Neid, Enttäuschung
und Sprachlosigkeit. Wie geht man damit um? Wie kann man Konflikte austragen?
Wie wird am Ende alles wieder gut? Die Freundschaft siegt, und keiner bleibt
allein zurück. Das ist eine sehr tröstliche Vorstellung.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Fliegen, lesen, nähen,
Unkraut zupfen, durch die Stadt bummeln, und ja: auch fernsehen, in den Himmel
schauen...